Riesenbeck. Die in Riesenbeck ansässige Firma RIELA hat im 35. Jahr
ihres Bestehens ein weiteres Werk in Osteuropa eingeweiht. Neben Polen und
Ukraine hat RIELA nun auch in Rumänien eine eigene Produktionsstätte.
Der neue Standort in Bontida in der Nähe der Stadt Cluj bedeute für
die Kunden ein Plus an Sicherheit und zuverlässigen Service bei der Lieferung
von Ersatzteilen, teilt Firmengründer Karl-Heinz Knoop mit.
In Rumänien werden in einer großen Produktionshalle mit 30 Mitarbeitern
nunmehr aber auch Maschinen zur Getreidetrocknung und Futteraufbereitung produziert.
Dies diene letztlich auch der Standortsicherung in Riesenbeck, sagte Knoop.
Das Material werde nämlich nach wie vor an der Münsterstraße
passend zubereitet. Von Riesenbeck aus werden die Produktionsstätten
in Ukraine, Rumänien und Polen mit den entsprechenden Blechen beliefert.
Weitere Werke sind in Russland und in Bulgarien geplant. „Wir wollen
nicht mehr Luft durch die Gegend fahren", erläutert der Firmenchef
die Hintergründe.
Die RIELA-Anlagen haben in der Regel ein großes Volumen. Vor Ort wird
künftig verformt und montiert. In Riesenbeck werde man weiterhin lasern,
schneiden und stanzen. Die Verformung soll in Riesenbeck automatisiert werden.
Das Blechmaterial wolle er wegen der Qualität weiterhin in Deutschland
beziehen. In Riesenbeck beschäftigt das Unternehmen nach eigenen Angaben
70 Mitarbeiter, weltweit seien es insgesamt 300 Mitarbeiter.
Der Anteil des Exports nach Osteuropa beträgt 85 Prozent. „Wir
gehen da hin, wo sich die großen Kornkammern befinden", so Knoop
weiter.
Einen neuen und zusätzlichen Markt erhofft sich Knoop durch den Bau von
Biogasanlagen. Dabei will er ein neu entwickeltes Wärmekonzept einsetzen
zur Trocknung von Holzhackschnitzeln. Für eine 600-kW-Anlage in Bad Bentheim
habe Riela bereits die Anlage geliefert. Das neue Konzept soll auf der Agritechnica
in Hannover im November der breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden.
erschienen in: IVZ 19.05.2007