25 Meter hoch, 2400 Kubikmeter Fassungsvermögen: Riesenbeck hat ein
neues Wahrzeichen direkt am Dortmund-Ems-Kanal.
Seit Donnerstag hängt über dem Ahlert-Silo der Richtkranz. In nur
zehn Tagen Bauzeit ist der Metallsilo von Technikern der Riesenbecker Firma
RIELA hochgezogen worden. In weiteren zwei Wochen soll die Anlage fertig sein
und befüllt werden - mit Holzpellets, die von Fachleuten als Brennstoff
der Zukunft bezeichnet werden.
Rund 300000 Euro hat sich Heiner Ahlert von der Ahlert Junior Mineralöle
GmbH in Greven sein neues Pellet-Lagersilo kosten lassen. Die Investition
ist gleichzeitig ein Hinweis auf die rasant wachsende Nachfrage nach Holzpellets.
Schon seit dem Jahr 2001 vertreibt der Grevener Händler in Kooperation
mit dem Holz-Energie-Zentrum im sauerländischen Olsberg „Power-Pellets".
Sie gelten als besonders hochwertig und unterliegen ständigen Kontrollen.
Die kleinen, unter hohem Druck verpressten Holzstifte werden auch in den riesigen
skandinavischen Wäldern produziert. Heiner Ahlert sieht zudem in Osteuropa
- beispielsweise in Litauen – möglich Bezugsquellen. Für beide
Herkunftsgebiete wäre der Silostandort am Dortmund-Ems-Kanal ideal.
Vor allem ist Ahlert mit dem riesigen Lager für die neue Heizsaison gerüstet.
Vergangenes Jahr gab es zuweilen Lieferengpässe. Allein im Kreis Steinfurt
sorgen inzwischen über
100 Holzpellet-Heizungen für angenehme Wärme, im gesamten Land über
1000.
Sie werden mit Landesmitteln und billigen Darlehen der Kreditanstalt für
Wiederaufbau gefördert. Die Bezugskosten für Holzpellets sind im
Vergleich zu anderen Brennstoffen in den vergangenen Jahren nahezu konstant
geblieben.
Der Auftrag war an die Riesenbecker Firma RIELA gegangen, weil das Unternehmen
zu den führenden Anbietern von Großsiloanlagen zählt und über
das technische Know how auch für Spezial- Silos verfügt. „Kein
Silo wie jedes andere," unterstreicht Heiner Ahlert.
Jeder Füllstoff verlangt andere Konstruktionen.
erschienen in: Westfälische Nachrichten v. 09.2006
